Meditieren auf höchstem Niveau…


Neues aus der Playmobeat-Ecke:
28. März 2015


Das war ein sehr schöner Abend im Blue Tap zu Berlin! Viele Leute, tolle Stimmung und ohrenbetäubende Trommlerei. Bald geht es weiter. Nächster Halt: Wiesbaden. Und danach geht es ab in den Süden. Das wird ein Fest!


Bis die Tage, Andi, Chris und David






David Pätsch schreibt

Die Montags-Kolumne


Fragen, auf die es keine Antworten gibt
Es gibt Dinge im Leben, die es zu hinterfragen gilt, und im Zweifelsfall kann es darauf keine übereinstimmenden Antworten geben.
Um einige Beispiele zu nennen:
Ist Gott existent, ist Rhythmusgefühl vererbbar und warum sind Matratzendiscounter ausschließlich in Eckläden zu finden?
Dafür interessieren sich beide Seiten. Die des Fragestellers und die des Adressaten. Gott, oder zumindest die Matratze, könnten darüber nachdenken und nach einem Nickerchen auf derselben oder unter demselben eine Antwort geben.
Was ist aber mit Fragen, die den geneigten Trommler eventuell in Bedrängnis bringen. Eine auf den ersten Blick simple Frage kann zu Schweissausbrüchen, Gedankensalat und Stammeln führen. Sie wird in regelmässigen Abständen dem Adressaten zugeführt. Sie lautet: “Welches Schlagzeug spielst du?”
Das ist an sich nicht besorgniserregend. Was impliziert diese Frage? Welches Produkt hast du dir gekauft oder welche Art von Schlagzeug spielst du? Details zu Grössen und Anzahlt der Toms und Becken würden folgen.
Was passiert aber währenddessen in meinem Kopf? Ich denke an das, was mir in der Musik wichtig ist. An die Kreativität, das Handwerk, die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten und die Individualität. Dabei wird der Anteil des Werkzeugs, sprich des Drum Sets, immer kleiner und der Anteil des Spielers immer wichtiger. Dabei sind grosse Unterschiede in dem Klang der Trommeln bei Schlagzeugen aus den 1950er bis 1970er Jahren oder ihren Reissues zu finden.
Weitere Gedanken wären: Ich habe vier Sets, welches davon meint der Fragesteller? Die Felle machen viel aus…und die Stimmung derselben…unterm Strich macht der Musiker den Unterschied…ein eingespieltes Becken klingt ganz anders als ein neues…”
So geht das einige Zeit, während der Fragesteller auf eine Antwort wartet.
Bevor die Pause aufgrund ihrer Länge peinlich wird, antworte ich: “Also ich spiele eine 22” mal 18” Bassdrum der Firma….dazu eine Snare in der Grösse 14”…nicht zu vergessen die Becken…”






Und das gab's letzte Woche:

David Pätsch schreibt

Die Montags-Kolumne


Der Duft der weiten Welt
Ich behaupte, dass ich Städte an ihrem Geruch erkennen kann. Das bezieht sich vor allem auf Städte, in denen ich schon einmal war. Klar wäre Gelsenkirchen eine echte Herausforderung für mich. Diese schon dem Namen nach ordentliche und vermutlich durchweg saubere Stadt ist von mir nicht bereist worden. Genaugenommen könnte es sein, dass diese Stadt genau so wenig existiert wie Bielefeld.
Zurück zum Geruch einer Stadt.
Berlin riecht im Frühling herrlich nach Blüten der Sträucher und im Sommer nach verschiedensten Essensdüften. Im Zweifelsfall auch nach einem Grillmassaker. Im Herbst und Winter, also den übrigen sieben sonnenlosen Monaten in Berlin, riecht es nach Kohleöfen und Autos.
Amsterdam dagegen ist das ganze Jahr über in der Nase präsent mit Eau de Toilette “H2O”. Die Stadt riecht nach Wasser. Durchzogen von Kanälen, die aus dem Meer gespeist werden, bleibt durch alle Jahreszeiten das Wasseraroma in der Luft. Touristen riechen bevorzugt THC-haltige Konsumwaren. Ich rieche darüber hinweg, oder besser gesagt, hindurch.
Rom dagegen hat ein Problem. Neben den italienischen Kräutern ist Abfall ein Odeur des Eau de Rom. Hindurchriechen ist in diesem Fall möglich.
In einem anderen Fall aber gänzlich ausgeschlossen: Wer kennt sie nicht, die Stadt, in der Madeleine wohnt und dem Tourismusverband zur Folge auch die Liebe. Neben den immer noch anzutreffenden pittoresken Gassen liegt ein Extrait de Parfum in der Luft, welches einem den Atem nimmt.
Ich rede nicht von den vorzüglichen Duftkompositionen der Boulangerien und Patisserien. Auch nicht von dem Kölnisch Wasser der Touristinnen aus Bottrop, sondern von dem jede Duft-Flucht-Schwelle überwindenden Gourmand Note “Urin”.
Die Parfumeurs Francaises haben dieses Parfüm als typisch großstädtischen Riechstoff durch Destillation und Extraktion gewonnen. Inzwischen werden dadurch Niveau und Klasse von Großveranstaltungen gehoben. Selbst langweilige und belanglose Architektur wie Unterführungen und Brücken erhalten dadurch die Ausstrahlung einer kulturell relevanten Metropole.
Der Werbeslogan zum Luxusduft: “Mit dem Urinal ist nichts zu schal.”






Lies alle Kolumnen im Archiv!



Kleinanzeigen