Meditieren auf höchstem Niveau…


Neues aus der Playmobeat-Ecke:
28. März 2015


Das war ein sehr schöner Abend im Blue Tap zu Berlin! Viele Leute, tolle Stimmung und ohrenbetäubende Trommlerei. Bald geht es weiter. Nächster Halt: Wiesbaden. Und danach geht es ab in den Süden. Das wird ein Fest!


Bis die Tage, Andi, Chris und David






Andi Bühler schreibt

Die Montags-Kolumne


Im Augenblick kocht landläufig und auch global die Debatte um die Digitalisierung des Alltags wieder hoch. “Die Zeit” beispielsweise fragt, wie das Smartphone und der ständige Zugang zum WWW unser Leben verändert und inwiefern wir unsere Gedanken überhaupt noch im Hier und Jetzt antreffen können.
Das ist natürlich ein sehr dankbares Thema, da jeder noch so uninteressierte Dödel eine Meinung mit Senf dazu hat. So auch ich. Doch darum geht es hier überhaupt nicht. Meine Frage des Tages ist nämlich folgende: gibt es wirklich real existierende Menschen, die ohne Superkräfte fähig sind, eine Landkarte korrekt aufzufalten, sich darin zurecht zu finden und schließlich sie auch wieder zusammenzufalten, sodass man sie ein weiteres Mal benutzen kann? Der Nikolaus und Superman gelten nicht – die lernen solche Dinge auf der Superheldenschule ab der zweiten Klasse.
Klar, immer mal wieder kommt so ein Spezi und führt einem die ganze Chose in unter zwei Minuten vor, aber dass das dann ein normaler Mensch war, kann mir niemand erzählen. Ich meine, wenn schon Rockstars auf der ganzen Welt Alimente für ihre kleinen Tourunfälle bezahlen, was muss dann erst beim Nikolaus und Superman für eine Bastard-Brut über die Jahre entstanden sein. Und die können den Kartentrick natürlich – genetisch bedingt.
Du und ich – wir können es nicht! Gestehen wir es uns doch endlich ein.
Und das ist auch ok. Denn es gibt jetzt Smartphones. Jawoll, mir hat dieses Wundergerät geholfen, aus der Zivilisation zu entkommen, denn ich sitze nun schon fast seit zwei Wochen auf einem quasi Internet-freien Berg in Italien und genieße die Unerreichbarkeit. Ohne mein Smartphone stünde ich allerdings vermutlich noch heute auf der A5 im Stau und würde versuchen, meine alte Landkarte im Auto zu entfalten.
Gut, dass es diese Geräte gibt und gut auch, wenn man sie trotzdem auch mal ne Zeit lang nicht benutzt.






Und das gab's letzte Woche:

David Pätsch schreibt

Die Montags-Kolumne


Es gibt zwei Dinge, über die an Bord eines Schiffs nicht gesprochen werden darf: Religion und Politik. Über die Jahrhunderte sind Konflikte eskaliert, haben Meuterungen statt gefunden und wurden tausende Matrosen auf einsamen Inseln ausgesetzt. Natürlich nicht alle auf derselben.
Ich bin dafür, dass ein drittes Thema hinzugefügt wird: Die Kunst.
Alleine die Definition von Kunst und derselbigen im geschichtlichen Kontext darzustellen, bedarf einiger Diskurse und ebenso vieler Moderatoren um die Gräben zu füllen. Ob Musik Kunst oder Handwerk ist, beschäftigt mich seit einiger Zeit (ca. zehn Jahre) und ich tendiere zum Handwerk und lasse die Kunsthistoriker entscheiden, ob zeitgenössische Musik in ein paar Hundert Jahren der Kunst zugerechnet werden kann.
Also bin ich Handwerker. Bevor einige einwenden, dass Musiker Künstler sind, erwidere ich: Aus heutiger Sicht gibt es auch meiner Meinung nach bedeutende zeitgenössische Musiker, die künstlerische Arbeiten hervorgebracht haben. Das habe ich aber nicht zu beurteilen, sondern die Nachwelt. Unsere Lebensleistung wird eingeordnet werden. Vielleicht auch wiederentdeckt wie die eines Johann Sebastian Bach, der in Vergessenheit geriet und erst durch den Dirigenten Furtwängler in das Bewusstsein der Musikliebhaber zurückgeholt wurde.
Was sagt uns das? Menschen in der Zukunft entscheiden über die Einordnung unserer Leistungen.
Können wir also gar nichts machen?
Dave Grohl sagt (ich zitiere nicht wörtlich): Musiker sollten das machen, was in ihnen steckt. Nicht auf die Labels und Plattenfirmen warten. Wenn gute Songs immer wieder live gespielt werden, wächst die Anzahl der Zuhörer. Ich möchte noch hinzufügen, dass dem ein Mitteilungbedürfnis vorauszusetzen ist. Eine Botschaft oder ein Lebensgefühl, welches aus einem heraussprudelt.
Wenn das fehlt, wird es schwierig. Dann klingt es konstruiert und nicht authentisch. Ist das dann keine Kunst?
Ich denke, es ist in diesem Fall keine Kunst. Allerdings lasse ich mich gerne belehren, weil ich gerade keine einsame Insel gebrauchen kann.






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